Dein Alltag – Dein Bus! Unsere Nahverkehr-Umfrage
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Warum wir euch fragen und was wir verändern wollen
Der öffentliche Personennahverkehr entscheidet darüber, ob Menschen im Alltag mobil sind oder ausgebremst werden. Ob der Weg zur Schule, zur Ausbildung, zur Arbeit oder zu Freund*innen gelingt, hängt oft davon ab, ob Busse und Bahnen zuverlässig fahren. Gerade in einer Gemeinde wie Heiden ist Mobilität keine Komfortfrage, sondern eine Frage der Teilhabe. Genau deshalb starten die Jusos Heiden eine umfassende Umfrage zum Bus und Bahnverkehr vor Ort und in der Umgebung.
Euer Alltag wartet nicht auf den Bus
Viele junge Menschen berichten uns immer wieder von ganz konkreten Problemen im Nahverkehr. Unzuverlässige Verbindungen, lange Wartezeiten, schlecht abgestimmte Anschlüsse oder fehlende Direktverbindungen machen den Alltag unnötig kompliziert. Wer morgens pünktlich ankommen muss oder abends sicher nach Hause will, kann sich darauf oft nicht verlassen. Besonders deutlich wird das bei Anschlussbussen und Zugverbindungen, die zeitlich nicht aufeinander abgestimmt sind. Auch die fehlenden direkten Verbindungen in Nachbarorte wie Velen, Raesfeld, Lebeck oder Ramsdorf schränken die Bewegungsfreiheit stark ein.
Warum eure Erfahrungen entscheidend sind
Mit der anonymen Umfrage wollen wir genau diese Erfahrungen sammeln und sichtbar machen. Uns geht es nicht um abstrakte Zahlen, sondern um den Alltag der Menschen in Heiden. Wo funktioniert der ÖPNV nicht? Zu welchen Zeiten gibt es Probleme? Welche Strecken fehlen ganz? Eure Rückmeldungen sind die Grundlage dafür, konkrete Forderungen zu formulieren und diese politisch durchzusetzen. Je mehr Menschen teilnehmen, desto stärker ist das Signal an Politik und Verkehrsunternehmen.
Mobilität ist eine Frage der Gerechtigkeit
Gute Mobilität darf kein Privileg sein. Wer kein eigenes Auto hat oder bewusst darauf verzichten will, muss trotzdem verlässlich unterwegs sein können. Mobilität entscheidet darüber, wer an Bildung, Arbeit, Freizeit und gesellschaftlichem Leben teilhaben kann. Gerade junge Menschen, Schüler*innen, Auszubildende und Senior*innen sind auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen. Deshalb sagen wir klar:
Mobilität ist eine Frage der Gerechtigkeit und gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge.
Als SPD sagen wir klar:
Als SPD und als Jusos Heiden stehen wir für einen starken, bezahlbaren und verlässlichen ÖPNV. Bus und Bahn müssen sich am Alltag der Menschen orientieren und nicht umgekehrt. Wir wollen bessere Taktungen, sinnvolle Anschlüsse und Verbindungen, die auch im ländlichen Raum echte Alternativen zum Auto bieten. Die Ergebnisse der Umfrage werden wir auswerten, öffentlich machen und in die politischen Gremien einbringen. Unser Ziel ist klar: Wir machen euren Alltag zur Priorität und setzen uns dafür ein, dass Mobilität in Heiden fair, zuverlässig und zukunftsfähig wird.
Bau-Turbo statt Bau-Trouble
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Seit dem Herbst letzten Jahres gibt es in Deutschland den Bau-Turbo, ein Gesetzespaket, das den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll, indem viele bürokratische Hürden gesenkt werden. Beim Bau-Turbo geht es vor allem um Nachverdichtung (z. B. Baulückenschließung), Umnutzung (z. B. Umbau von Geschäften in Wohnraum) und Erweiterung (z .B. Vergrößerung von Siedlungsgebieten). Die Städte und Gemeinden können jetzt Bauanträge genehmigen, wenn kein Bebauungsplan vorliegt.
Klar, dass wir auch in Heiden als Kommune davon betroffen sind und sich der Rat mit dieser neuen Situation beschäftigen muss. Dies ist auch in mehreren Sitzungen geschehen, in denen über Grundsätze zur Anwendung des Bau-Turbos diskutiert wurde.
Dabei ging es um die Anzahl der Wohneinheiten je Wohngebäude, die Zahl der Stellplätze, den Anteil der bebauten Grundfläche, die Erschließung, die Gestaltung der Freiflächen usw. Die SPD-Fraktion konnte durchsetzen, dass für die Genehmigung eines Bauantrages bei Bedarf ein angemessener Anteil (mindestens 30%) öffentlich geförderten Wohnraumes verlangt werden kann.
In der Sitzung des Bauausschusses vom 15.04.2026 musste dann auch gleich über ein konkretes Bauvorhaben nach dem Bau-Turbo entschieden werden. In der Georgstraße, für die es in Heiden keinen Bebauungsplan gibt, hatte der Kreis Borken einem Bauherren die Genehmigung für ein Bauvorhaben erteilt, über das man an dieser Stelle eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Nun versuchte der Bauherr noch einen Schritt weiter zu gehen und den restlichen Teil des Grundstückes mit einem ähnlichen Haus zu bebauen.
Der Ärger wäre vorprogrammiert gewesen: Die Erschließung wäre nur über die Rekener Straße gegangen, die geparkten Autos hätten sich vom Grundstück rückwärts in die viel befahrene Straße einfädeln müssen. Alle weiteren Grundstücke an der Georgstraße wären faktisch geteilt worden, und die Grundstücksbesitzer hätten eine Genehmigung bekommen müssen, wenn sie es genauso machen wollten wie der antragstellende Bauherr.
Für die SPD kam in diesem Falle nur eine Ablehnung in Frage. Gott sei Dank gab es dann auch einen einstimmigen Beschluss im Ausschuss. Es soll jetzt für dieses Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Für uns als SPD ist klar, dass dieser dann auch eine Verkehrsberuhigung der Rekener Straße mit einschließen muss.
Bau-Turbo ja – Bau-Trouble nein.
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