GEMEINSAM FÜR HEIDEN

Poesie zum Jahresauftakt der Heidener SPD


In ihrer Versammlung zum Jahresauftakt wurden die Mitglieder und Freunde der Heidener
SPD mit einem Beitrag berührender Poesie von Taiba Mourad begrüßt. Mourad hat nach
ihrer Flucht aus Syrien in Heiden mit ihrer Familie eine neue Heimat gefunden und konnte
ihre Dichtkunst bereits an verschiedenen Stellen publizieren. Die engagierte Begleitung des
jungen Talents durch den Verein ‚Heiden wir helfen‘ war für die Heidener SPD einmal mehr
Anlass, einen der Schwerpunkte der Arbeit im kommenden Jahr auf die politische
Unterstützung der sozialen Initiativen und Vereine in Heiden zu setzen.
Wichtigster Punkt der Versammlung war die von den Jusos geplante Kampagne zum Thema
Mobilität. Lutz Katzmarski erklärte den Ansatz unter dem Motto ‚Heiden steht, weil der Bus
nicht fährt‘, der Ortsverein gab Zustimmung und versprach Unterstützung.
Dynamisch und engagiert wurde abschließend über das Thema Dorfentwicklung vor allem
mit Blick auf die sozialen Aspekte der Wohnraumknappheit diskutiert und ein konkretes
Vorgehen zum politischen Umgang mit diesem Thema in Heiden vereinbart.

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Die Lehre meiner Rede


Ich werde heute von Herzen dichten
Ich mache es zu meinen Pflichten,
Um euch eine Geschichte zu erzählen
Und Freude in die Seelen zu zählen.


Eine Geschichte mit wahren Worten
Lässt sich traurig und fröhlich besorten,
Und kann aus meinem Herz nicht verschwinden,
Denn sie wird den Weg immer wieder finden.

Ein kleines Kind war ich einst gewesen,
als meine Elter in ein anderes Land zogen.
Unsere Zukunft war ungelesen,
Unsere alten Ziele davongeflogen.


Ich war umgeben von Anderssprachigen,
Umgeben von der Fremdheit,
Umgeben von Dutzenden Menschen,
Umgeben von Menschen mit Zugehörigkeit.


Ich war wie verloren
In den bunten Wellen,
Wie neu geboren
In den düsteren und hellen

Die Sprache war mir unbekannt,
Die Menschen mir nicht verwandt,
Und ich war umzingelt von Trauer,
Die sich selbst aufbaute wie eine Mauer,
Die an meiner Stärke zehrte.


In der Schule war es schwer,
Mich einfach einzuleben.
Ich fühlte mich öfters leer,
Trotzdem wollte ich nicht aufgeben.


Das Lernen wurde zur Aufgabe des Lebens,
Mein Ehrgeiz zum Grund des Strebens,
Das Fremde zu den Bekannten,
Und Freunde zu meinen Verwandten.

Trotz der Grobheit mancher Leute
Und der Fremdenfeindlichkeit
Wollte meine Seele weiterleben
Mit voller Freiheit.

Damals wollte ich nur zurück,
Zu alten Freunden, Stück für Stück.
Doch bald verschwanden sie wie Rauch,
Nur Erinnerungen blieben im Bauch.


Fühle ich nun Fremde in mir?
Es fällt mir schwer, es zu kapier'n.
Innigkeit hab ich nie gekannt.
Doch dieses Gefühl bleibt unverwandt.


Jedes Bild hat seinen Grund,
Manches bunt, manches wund.
Jeder trägt sein eigenes Leid,
Mal voller Freude, mal voll Streit.

Schwache sollten wir nicht verurteilen,
Ihre Wunden sanft enthüllen.
Wärme schenken, Liebe geben,
So können sie heilen und neu leben.

Denn Regen ist nicht schön allein,
Wir brauchen Sonne und auch den Wind, so rein.
Alle Menschen funkein auf ihre Art,
Jeder einzigartig, niemals hart.


Wir leben für Freiheit und Farbenpracht,
Schwarz allein macht niemals sacht.
Wir sehnen uns nach Licht und Klang,
Das Leben singt im bunten Gang.


Wir Erdenbürger sind alle gleich,
Mit Seelen zart und Herzen weich.
Sie schlafen tief, doch bleiben wir,
Ein Teil der Welt, ein Teil von dir.


Niemand behält Geld oder Ruhm,
Klugheit oder Macht vergeht wie Schaum.
Was bleibt, sind Taten, rein und klar,
Die Liebe zeigt, wer wirklich war.
Lasst uns, Erdlinge, Hand in Hand,
Voneinander lernen, in jedem Land.
Im Frieden leben, Seelen befreien,
So kann das Leben hell erscheinen.

(von Taiba Mourad)

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